Verbindung der Teile

connection (c) huxDie drei Teile von “Der Vorleser” von Bernhard Schlink sind auf den ersten Blick nur durch den chronologischen Lauf der Geschichte verbunden. Auf Grund der großen Zeitsprünge gibt es kaum konkrete emotionale Verbindungen zwischen den Teilen. Die Übergänge sind alle abrupt, um dem Leser den Wandel in den jeweils folgenden Kapiteln darzustellen. Inhaltlich basieren die einzelnen Teile jedoch auf einander und es lassen sich verschiedene Entwicklungsstufen z.B. in der Beziehung zwischen Hanna und Michael oder auch im Heranwachsen von Michael feststellen. Diese Entwicklungsstufen bauen zwar in logischer Konsequenz aufeinander auf, sind aber im Buch nicht direkt erkennbar verbunden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die drei Teile des Romans sinngemäß aufeinander aufbauen und nicht in ihrer Reihenfolge vertauschbar sind, aber inhaltlich bewusst getrennt sind, um den Verlauf und die Entwicklungsstufen besonders deutlich zu machen. Auffällig auf der inhaltlichen Ebene sind ebenfalls wiederkehrende Motive, die in allen Teilen vorkommen. So zum Beispiel die Assoziation von Hanna mit einem Pferd. Michael nennt sie im ersten Teil als Kosenamen so, im zweiten Teil erfährt der Leser, dass die KZ-Insassen sie „Stute“ genannt haben.

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